Presseinformationen zur Weltmeisterschaft 2003

 

Spielberichte

(fst/23.11.03) - Im Finale der 11. Faustball-Weltmeisterschaft unterlag das deutsche Team Gastgeber Brasilien klar mit 0:3 (12:20, 13:20, 8:20). Das Team von Bundestrainer Udo Schulz schaffte es dabei vor 3000 Zuschauern nie, den neuen Weltmeister unter Druck zu setzen. George Schuch avancierte zum herausragenden Spieler dieses Finales.
Für das deutsche Team ist jedoch auch diese Vize-Weltmeisterschaft ein Erfolg.
Rang drei belegte Europameister Österreich, das die Schweiz mit 2:0 besiegte.

Ergebnisse im Einzelnen
Halbfinals
Österreich - Deutschland 0:2 (13:20, 20:22)
Brasilien - Schweiz 2:0 (20:13, 20:17)

Spiel um Rang 3
Österreich - Schweiz 2:0 (21:19, 20:12)

Finale
Deutschland - Brasilien 0:3 (12:20, 13:20, 8:20)

Abschlussrangliste:
1. Brasilien
2. Deutschland
3. Österreich
4. Schweiz
5. Argentinien
6. Dänemark
7. Namibia
8. Chile
9. Italien
10. Japan

Vorschau auf das Finale gegen Brasilien (23.11.03 - 16:00 Ortszeit/19:00 MEZ)
(fst/23.11.03) - Das deutsche Team will bei der Weltmeisterschaft heute das Sahnehäubchen aufsetzen. Nach dem sensationellen und überraschenden Halbfinalsieg über Österreich steht die DTB-Auswahl heute um 16:00 (19:00 MEZ) im Finale der 11. Weltmeisterschaft. Wie schon vor vier Jahren heisst der Gegner Brasilien. Diesmal will das Team von Bundestrainer Udo Schulz aber keine Geschenke an den Gastgeber verteilen, sondern das Spiel gewinnen. In der Partie über drei Gewinnsätze wird dabei den Akteuren bei diesem Wetter (schwül-warm, über 34 Grad) alles abverlangt werden.
Vorschau auf das Halbfinale gegen Österreich (22.11.03 - 15:30 Ortszeit)
(fst/22.11.03) - Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet heute um 15:30 (18:30 MEZ) das erste Halbfinalspiel dieser Weltmeisterschaft gegen Europameister Österreich. Gegen den hochgehandelten Titelfavoriten aus Österreich ist das deutsche Team krasser Außenseiter. In der Mannschaftsbesprechung am heutigen Morgen sowie in Einzelgesprächen mit den Spielern hat Bundestrainer Udo Schulz sein Team auf das Spiel des Jahres vorbereitet. Mit einem Sieg könnte das Team das sicherlich enttäuschende Abschneiden in der Vorrunde vergessen machen.
Im zweiten Halbfinalspiel das um 17:30 (20:30 MEZ) angepfiffen wird, stehen sich die Teams aus Brasilien und der Schweiz gegenüber. Beide Halbfinals sind die Neuauflage der WM 1999. Vor vier Jahren bestritten Deutschland und Brasilien das Finale. Gegen eine Neuauflage dieses Spiels hätte in Deutschland sicher niemand etwas einzuwenden.
Zwischenmeldung zum Ende der Vorrunde
(fst/21.11.03) - Das deutsche Team beendete die Vorrunde der 11. Weltmeisterschaft mit seinem bislang schlechtesten Ergebnis. Drei Niederlagen gegen die Rivalen aus Brasilien, Österreich und der Schweiz und Rang vier nach der Vorrunde gab es noch nie in der deutschen WM-Geschichte. Durch den neuen WM-Modus, bei dem der vierte auf den ersten der Vorrunde trifft, kann das Team von Bundestrainer Udo Schulz dies jedoch alles vergessen machen. Die Weltmeisterschaft geht nun von vorne los. Was die Mannschaft kann, hat sie mit Satzgewinnen gegen die drei Spitzenteams bewiesen. In dem einen Spiel, dem Halbfinale gegen den hohen Titelfavoriten Österreich, wird Trainer Schulz ein hochmotivierte und konzentrierte Mannschaft aufs Feld schicken, um das zu WM-Beginn beschworene "Wunder von Porto Alegre" wahr werden zu lassen.
Vorschau auf das Spiel gegen die Schweiz (20.11.03 - ca. 18:30 Ortszeit)
(fst/20.11.03) - Im letzten Gruppenspiel trifft das deutsche Team heute abend (ca. 21:30 MEZ) auf die Schweiz. Die Halbfinalteilnahme ist für beide Teams bereits gesichert, so dass es eigentlich nur um die bessere Ausgangsposition für das Halbfinale geht. Da die beiden Erstplatzierten Österreich und Brasilien erst im Anschluss aufeinander treffen, wird das ganze zu einem Pokerspiel.
Bundestrainer Udo Schulz wird mit Niels Pannewig und Jörg Müller im Angriff, Christian Sondern am Zuspiel und Sven Varnhorn und Sascha Ball in der Abwehr beginnen.
Vorschau auf das Spiel gegen Namibia (19.11.03 - 17:30 Ortszeit)
(fst/19.11.03) - Im vorletzten Gruppenspiel trifft das deutsche Team heute auf Namibia. Nach der gestrige Niederlage steht das deutsche Team erneut unter Druck, um die anvisierte Halbfinalteilnahme nicht zu verpassen. Das deutsche Team rechnet sich jedoch gute Chancen aus, da Namibia in seinen drei bisherigen Spielen noch keinen Satz gewinnen konnte. Bundestrainer Udo Schulz wird mit folgender Aufstellung beginnen: Jens Kolb und Ole Hermanns im Angriff, Christian Löwe als zurückgezogener Zuspieler und Sascha Ball und Sven Varnhorn in der Abwehr.
Vorschau auf das Spiel gegen Österreich (18.11.03 - 17:30)
(fst/18.11.03) - Heute steht dem deutschen Team erneut ein Topspiel bevor. Um 20:30 (MEZ) lautet der heutige Gegner Österreich. Die Nachbarn aus der Alpenrepublik sind hoher Favorit und gelten als Anwärter Nummer eins auf den WM-Titel. Das deutsche Team wird aber alles daran setzen, die heftige Niederlage aus dem EM-Finale 2002, damals unterlag das deutsche Team bei der Heim-EM mit 0:3, wieder wett zu machen. Bundestrainer Udo Schulz startet mit folgender Aufstellung mit zurückgezogenem Mittelmann: Angriff Jens Kolb und Niels Pannewig, Zuspiel Christian Sondern und Abwehr Jan Hoffrichter und Lutz Meyer. 
Vorschau auf das Spiel gegen Argentinien (17.11.03 - ca. 15:00)
(fst/17.11.03) - Nach der knappen Auftaktniederlage gegen Gastgeber und Weltmeister Brasilien steht das deutsche Team heute bereits unter Zugzwang. Wenn die DTB-Auswahl jedoch an die Leistung von gestern anknüpfen kann, sollte einem Sieg über Argentinien nichts im Wege stehen. Der Gegner steht jedoch nach der 0:2-Niederlage gegen die Schweiz ebenfalls unter Druck.
Bundestrainer Schulz wird seine Mannschaft auf zwei Positionen verändern. Für Sven Varnhorn und Sascha Ball werden sich Christian Löwe und Jan Hoffrichter in der Abwehr bewähren können. Pannewig und Kolb werden wieder im Angriff beginnen genauso wie Lutz Meyer am Zuspiel.
"Das Wunder von Porto Alegre" schaffen

(fst/16.11.03) - Heute wird es ernst für die deutsche Mannschaft. Um 16:00 Uhr Ortszeit (19:00 MEZ) beginnt für das Team von Bundestrainer Udo Schulz die Weltmeisterschaft, gleich mit dem Kracher gegen Titelverteidiger und Gastgeber Brasilien.
In der Abschlussbesprechung am heutigen morgen hat Bundestrainer Udo Schulz sein Team auf die Weltmeisterschaft eingeschworen. "Wir wollen das 'Wunder von Porto Alegre' schaffen", so Schulz in seiner Ansprache an das Team. Erstmals geht eine deutsche Nationalmannschaft nicht als Favorit in eine WM-Endrunde und will als Außenseiter für Furore sorgen.
Neben den WM-Erfahrenen Jens Kolb, Niels Pannewig (beide Angriff) und Sven Varnhorn (Abwehr) sollen Sascha Ball (Abwehr) und Lutz Meyer (Zuspiel) für einen erfolgreichen WM-Start sorgen.
Im deutschen Team sind soweit alle Spieler fit. Auch Niels Pannewig, der nach einer Knieoperation in den letzten Tagen noch geschont wurde, hat vom Arzt grünes Licht erhalten.
Eine schlechte Nachricht erreichte gestern alle Mannschaften. Faustball-Neuling Indien wurde die Einreise nach Brasilien verweigert, so dass die WM nun mit nur zehn Teams stattfindet.

Stimmen aus der Mannschaft:
Niels Pannewig:
Das Knie kann ich ganz normal belasten. Es kann höchstens sein, dass es etwas dicker wird, was aber keine Auswirkung auf die Funktion hat. Ich werde aber in jedem Fall mit einer Bandage spielen, die das Knie etwas stützt und alleine vom Kopf her mehr Sicherheit gibt. Einem Einsatz am Sonntag steht von meiner Seite aus nichts im Weg.

Sven Varnhorn: Die Vorbereitung verlief sehr gut. Das einzige Manko waren lediglich die Plätze hier in Brasilien. Gestern hatten wir keine Pfeiler und der Boden war nicht wirklich zum Faustball geeignet. Der Rasen im Stadion wurde frisch verlegt und hat mal weiche und mal harte Stellen. Das wird sehr interessant, darauf zu spielen. Gerade gegen Brasilien haben wir ja noch eine Rechnung von der letzten WM offen.

Jens Kolb: Die Vorbereitung hat sehr viel Spaß gemacht. Das Mannschaftsklima ist hervorragend, wir können uns auf die WM-Woche freuen. 

Lutz Meyer: Natürlich bin ich etwas nervös. Habe aber von der taktischen Formation her mit meinem Einsatz gerechnet. Für das Spiel rechne ich uns eine Chance aus, wenn wir gut in das Spiel hinkommen. Favorit sind aber die Brasilianer, vor allem mit ihrem Heimvorteil.

Die Spannung steigt

(fst/14.11.03) - Langsam wird es ernst für das deutsche Team. Nach drei Tagen Aufenthalt in Florianopolis erfolgt nun heute der Umzug ins WM-Quartier nach Porto Alegre, wo am Sonntag die Weltmeisterschaft beginnt. Obwohl die äußeren Bedingungen beim Faustball-Training aufgrund des starken Windes alles andere als ideal für eine aussagekräftige Vorbereitung waren, zeigte sich Bundestrainer Udo Schulz dennoch zufrieden. "Obwohl wir natürlich auch spezifische Übungen gemacht haben, stand hier eindeutig die Gewöhnung an das Klima und eine gewisse Lockerheit gepaart mit viel Spaß innerhalb der Mannschaft im Vordergrund."
Ähnlich äußerte sich auch Zuspieler Lutz Meyer: "Wir sind zwar nicht nervös, aber die Spannung steigt nun merklich an. Die Vorbereitung hier in Florianopolis hat sich besonders auf den Teamgeist sehr positiv ausgewirkt. Wir hoffen alle, dass uns Niels am Sonntag wieder helfen kann."
Angreifer Niels Pannewig hat heute erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert. Mannschaftsarzt Dr. Schoener ist zuversichtlich, dass das lädierte Knie bis zum Spiel am Sonntag wieder voll belastbar sein wird. Im Auftaktspiel am Sonntag (19:00 MEZ) gegen Gastgeber Brasilien kommt es gleich zur Neuauflage des WM-Finals von 1999.

 

Heute geht's los

(fst/10.11.03) - Heute Abend beginnt für die deutsche Nationalmannschaft das Abenteuer Weltmeisterschaft. Von Frankfurt geht's über Sao Paulo zunächst nach Florianopolis, wo das Akklimatisieren an die neuen Umgebung vorrangiges Ziel ist. Hier wird Bundestrainer Udo Schulz seinem Team den letzten Schliff geben, bevor es am Freitag (14.11.) per Bus nach Porto Alegre geht.

03.11.03

"Ich freue mich, mit dieser Mannschaft in Brasilien anzutreten"

Udo SchulzIn einer Woche, am 10. November, fliegt die deutsche Faustball-Nationalmannschaft von Frankfurt nach Brasilien, genauer nach Porto Alegre, wo vom 16.-23. November die 11. Weltmeisterschaft stattfindet. Felix Stöldt führte hierzu ein Interview mit Bundestrainer Udo Schulz.

Felix Stöldt: Am Wochenende 25./26. Oktober hat sich die Mannschaft zum letzten Trainingslager vor der Abreise nach Brasilien in Leverkusen getroffen. Wie ist die Mannschaft drauf?

Udo Schulz: Die Wetterbedingungen waren natürlich alles andere als „brasilianisch“. Bei Temperaturen von 5 Grad wurden nur kurze und intensive Trainingseinheiten absolviert. Im abschließenden Turnier gegen Leverkusen und Koblenz haben wir sehr wechselhafte Leistungen gezeigt. Allerdings haben mit Niels Pannewig und Lutz Meyer auch wichtige Spieler durch Verletzungen nur eingeschränkt eingesetzt werden können. Die Stimmung in der Mannschaft ist hervorragend. Wir fliegen als echtes Team nach Porto Alegre.

Stöldt: Verletzung? Hoffentlich nichts ernstes. Werden die beiden zum WM-Beginn wieder fit sein?

Schulz: Die Verletzungen sind nicht gravierend. Beide werden sie rechtzeitig zum ersten Spiel auskuriert haben und wieder zu 100 Prozent fit sein.

Stöldt: Seit Mai liefen die Vorbereitungen auf diese Weltmeisterschaft. Das deutsche Team hat so viele Trainingslager und –spiele wie lange nicht mehr absolviert. Sind Sie mit dem Verlauf der Vorbereitung zufrieden? Wie hat die Mannschaft bei diesem Mammutprogramm mitgezogen?

Schulz: Zunächst möchte ich mich herzlich bei den Mitgliedern vom „KLUBB Förderer der Nationalmannschaft“ und unseren Faustballfreunden aus Weil der Stadt, Hannover, Ortenberg, Wardenburg, Erlangen, Bozen und Leverkusen bedanken. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir uns so intensiv vorbereiten konnten: Besonderer Dank gebührt Herrn Manfred Hopfengärtner und der Siemens AG in Erlangen, die uns bei der Ausrüstung sehr großzügig unterstützt haben.
Den Spielern muss ich ein Riesen-Kompliment machen. Neben Studium bzw. Beruf haben sie nach der Saison mit Punktspielen, der Deutschen Meisterschaft und dem Europacup nochmals an fünf Wochenenden insgesamt 16 Trainingstage mit dem WM-Team absolviert. Hinzu kommt das Heimtraining mit bis zu acht Trainingseinheiten in der Woche. Noch nie zuvor hat eine deutsche Mannschaft eine so intensive Vorbereitung auf eine internationale Meisterschaft absolviert. Alle Spieler haben gut mitgearbeitet und ich freue mich, mit dieser Mannschaft in Brasilien anzutreten.

Stöldt: Bei Testspielen gab es Siege gegen Brasilien und Österreich, aber auch eine Niederlage gegen die Schweiz. Wie sind die Ergebnisse einzuschätzen?

Schulz: Das waren Testspiele und somit haben die Ergebnisse auch keinen großen Wert. Österreich und Brasilien waren nicht mit den besten Spielern in Bademeusel. Dennoch war es für unsere Moral wichtig, wie wir den entscheidenden Satz gegen Österreich gewonnen haben. Gegen die Schweiz konnten wir Niels Pannewig nicht einsetzen und ich habe unsere Spieler durch viele Wechsel immer wieder aus dem Rhythmus gebracht. Für mich gab es dadurch wichtige Erkenntnisse.

Stöldt: Im EM-Finale 2002 wurde Ihre Mannschaft von Österreich regelrecht deklassiert. Dafür mussten Sie in der deutschen Öffentlichkeit auch viel Kritik einstecken. Welche Konsequenzen haben Sie persönlich daraus gezogen? Ist Ihre Mannschaft in diesem Jahr stärker oder kann solch eine Niederlage wieder vorkommen?

Schulz: Ich könnte einige Spiele aufzählen, die ähnlich gelaufen sind. Die Österreicher haben in Erlangen hervorragend gespielt und immer dann, wenn wir unsere kleine Chance „gewittert“ haben, kam wieder ein Rückschlag. Meine Konsequenz kann man in der Vorbereitung ablesen. Wir haben frühzeitig die Mannschaft nominiert und in Wettkämpfen und Trainingsspielen mit starken Trainingspartner wie Dirk Schachtsiek, Martin Becker und Stefan Lebert immer wieder „Druck“ gesucht. In diesem Jahr ist unser Team insgesamt ausgeglichener besetzt und bietet mehr Möglichkeiten das Spiel taktisch zu verändern. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir selbst mehr Druck erzeugen können und bei der WM keine derartige Niederlage hinnehmen werden müssen.

Stöldt: Brasilien ist für seine fanatischen Fans bekannt, die ihr Team lautstark unterstützen und sich ,nach europäischen Empfinden gerade dem Gegner gegenüber, nicht immer fair verhalten. Ihnen, als 74-fachem Nationalspieler, ist die südamerikanische Mentalität bekannt. Wie haben Sie gerade die jungen Spieler auf diese ungewohnte Atmosphäre vorbereitet?

Schulz: Auf diese Atmosphäre kann man sich nicht vorbereiten. Unsere Spieler haben sicherlich wenig internationale Erfahrung, aber sie sind in der Lage auch in einem „Hexenkessel“ ihre spielerische Leistung abzurufen.

Stöldt: Erstmals wird in diesem Jahr eine A- und B-Weltmeisterschaft ausgetragen. Dadurch stehen von Anfang an nur Spitzenspiele auf dem Programm. Im Eröffnungsspiel kommt es gleich zur Neuauflage des letzten WM-Finals gegen Gastgeber Brasilien. Es reicht aber auch ein vierter Platz zur Qualifikation fürs Halbfinale. Wie gefällt Ihnen dieser Modus?

Schulz: Für die Zuschauer ist es sicherlich eine gute Entscheidung. Allerdings halte ich es sportlich für problematisch, wenn Nationalteams aus Italien, Dänemark, Chile, Indien und Japan überhaupt keine Möglichkeit bekommen, um die Medaillen mitzuspielen.

Stöldt: Bis 1999 schien Deutschland die internationalen Titel für sich gepachtet zu haben. Seither sind die großen Erfolge jedoch ausgeblieben und die Titel nach Österreich und Brasilien vergeben. Was ist für das deutsche Team bei dieser WM drin, welche Zielsetzung haben Sie und wer sind Ihre Favoriten?

Schulz: Natürlich sind Brasilien und Österreich die Favoriten für die kommende WM. Unser Ziel wird die Final-Teilnahme sein. Und wenn wir dann im Finale stehen, dann wollen wir natürlich auch gewinnen.

Stöldt: Am 10. November wird die Mannschaft von Frankfurt/Main aus nach Brasilien starten. Was steht noch bis zum ersten Spiel am 16.11. auf dem Plan?

Schulz: Wir werden uns zunächst in Florianopolis akklimatisieren. Dort wollen wir uns mit Balltraining und Strandläufen den letzten Schliff in punkto Ballsicherheit und Fitneß holen. Dann haben wir noch zwei Tage Vorbereitung im Stadion in Porto Alegre, u.a. auch unter Flutlicht, um uns an die Verhältnisse vor Ort zu gewöhnen. Das Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber und Titelverteidiger Brasilien bedeutet dann Turnierbeginn mit Volldampf.

Herzlichen Dank für das Interview und Ihnen und der Mannschaft viel Erfolg bei der WM!

04.08.03

WM-Team nominiert
(fst) - Nach dem Turnier in Jona (Schweiz) hat Bundestrainer Udo Schulz sein Team für die Weltmeisterschaft in Porto Alegre bekannt gegeben. Folgende Spieler werden für Deutschland die Weltmeisterschaft bestreiten:
Angriff: Ole Hermanns (TK Hannover), Jens Kolb (TV Brettorf), Jörg Müller (TSV Bayer Leverkusen), Niels Pannewig (TV Westfalia Hamm)
Zuspiel/Abwehr: Sascha Ball (TK Hannover), Jan Hoffrichter, Sven Varnhorn (beide MTV Diepenau), Christian Löwe (NLV Stuttgart-Vaihingen), Lutz Meyer (TV Brettorf), Christian Sondern (TV Westfalia Hamm)

Spielberichte

WM2003   E-Mail Webmaster Gästebuch letzte Aktualisierung: 23.11.2003 18:04:14